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Großschanze Kalkulationspunkt 105 m "Inselbergschanze"

Inselbergschanze 1950

14. Februar 1905 - dem Gründungstag des Wintersportvereins versammelten sich auf der Festwiese des Seimberg viele Sportbegeisterte und Schaulustige. Zwei Norweger hatten einen behelfsmäßigen Sprunghügel hergerichtet und zeigten die ersten Sprünge über 12 bis 18 Meter.

6. November 1919 - haben der Rechnungsrat Fuchs und der Lehrer Brod den Bau einer neuen großen Sprunganlage auf dem Gelände der jetzigen Inselbergschanze mit einem Sportplatz in deren Auslauf beschlossen. Beendet wurde dieses Projekt in dem Zeitraum von 1920 bis 1924.

Aufgrund einer Stiftung von 20.000 Mark durch den damaligen Landrat Dr. Hagen zum Ausbau der Sprungschanze am Seimberg wurde 1922 die Sprungschanze ihm zu Ehren “Hagen-Schanze“ benannt.

1930 - wurde die “Hagen-Schanze“ zur 60 Meter Schanze umgebaut.

18. Februar 1931 - fand in Brotterode ein Länder-Skispringen statt. Dieser internationale Sprunglauf wurde von dem einheimischen Sportler Gustav Krahmann eröffnet. Ihm folgten weitere 40 Springer. Sieger des Kräftemessens wurde der Nordländer Knut Kobberstad mit Weiten von 40, 45 und 46 Metern. Hervorragender Dritter wurde der Inselberg Gaumeister Rudolf Lesser aus Brotterode mit 37, 41 und 43 Metern.

1945 - Da dem Landrat Hagen als einziger Zweck seiner Fördermaßnahmen die Absicht unterstellt wurde, nur eine Jugendwehr, d.h. Rekruten, heranzubilden, wurde die Schanze in “Aufbau-Schanze“ umbenannt.

1954 bis 1955 - wurde die 60 Meter Schanze zur 80 Meter Schanze umgebaut.

1956 - fand die Weihe der neuprofilierten Schanze auf den Namen “Inselbergschanze“ statt.

1968 bis 1969 - erfolgt der Umbau zur 90 Meter Großschanze, eine Umprofilierung im Jahr 1979 sorgte dafür, dass Sprünge über 100m keine Seltenheit mehr darstellten.

22. Januar 1984 - fanden auf der inzwischen 90-m-Schanze die Olympiaausscheidungen statt, bei der der spätere Olympiasieger und Silbermedaillengewinner Jens Weißflog sein enormes Können zeigte. Dieses Event verfolgten ca. 10.000 Zuschauer.

6. März 1988 - wurden in einer Doppelveranstaltung die DDR-Meisterschaften auf der Inselbergschanze in Brotterode durchgeführt.

2003 bis 2004 - wurde die Inselbergschanze zur 105 Meter Schanze umgebaut. Durch den V-Stil hatten sich der Landewinkel, die Anlauf- und Landegeschwindigkeit deutlich verringert. Die Folge war, dass Sprungweiten erreicht wurden, die teilweise weit unterhalb des kritischen Punktes der Schanze lagen. Das Profil der Anlage musste somit der flacheren, aber längeren Flugbahn der neuen V-Stil-Generation angepasst werden. Möglich wurde die Homologierung durch Verringerung der Schanzentischneigung, die zur Änderung der Flugbahn führte. Eine entsprechende Profilierung an der Landezone war ebenfalls notwendig. Der K-Punkt liegt nach Beendigung der Umbauarbeiten bei 105m, vorher waren es 98m. Diese Verlagerung ermöglicht den Springern Weiten über 120m.

Entwicklung des Schanzenrekords

Jahr Name Weite Herkunft Land
1924 Rudolf Lesser 45.00 m Brotterode Germany
1931 Knut Kobberstad 46.00 m n/a Norway
1934 Rudolf Lesser 68.00 m Brotterode Germany
1955 Harry Glaß 85.00 m Klingenthal Germany
1957 Werner Lesser II 86.50 m Brotterode Germany
1965 Dieter Neuendorf 87.50 m Brotterode Germany
1969 Clemens Walther 100.50 m Zella-Mehlis Germany
1980 Holger Krettek 101.00 m Brotterode Germany
1986 Jens Weißflog 110.00 m Oberwiesenthal Germany
2001 Christoph Grillhösl 113.00 m Oberstdorf Germany
2004 Stephan Hocke 115.00 m Oberhof Germany
2005 Yong Jik Choi 123.50 m Muju Korea

Schanzenprofil & technische Daten

Profil Inselbergschanze

e
= 83.1 m
h = 51.19 m
K
=
105 m
  es
= 13.5 m

n = 91.08 m
b1
=
3.0 m
  t
= 6.2
m
s = 2,63 m
P
= 90.79 m
  γ
= 37
°

a = 82 m
bk =
21.4 m
  α
= 10.5 °
β = 31.4 °
ba
=
23.9 m
  r1
= 92 m
r2 = 91.3 m
h/n =
0.562
  W
= 105 m
HS
=
117
m